header
Bruder Florian Langmann wurde in Mariannhill, Südafrika, zu Grabe getragen

Am Mittwoch Morgen, dem Beerdigungstag, wurde der Leichnam von Br Florian morgens um 9 Uhr zum Monastery gebracht. Unser Superior, Fr Lawrence, unsere 14 Novizen und einige Mitbrüder begleiteten den Sarg in die Kirche. Bis zum Beginn des Requiems um 10 Uhr konnte jeder Br Florian noch einmal sehen und ihm das Weihwasser geben.
In die Kirche zogen mit unserem Bischof Pius Ndlungwane mehr als 30 Priester ein. Unser Fr Vincent Ndabe, der stellvertretende Provinzial und Hauptzelebrant, verlas die Lebensgeschichte von Br Florian. Emeritierter Erzbischof Paul Khumalo, der Br Florian als 12-Jähriger zum ersten Mal 1959 begegnet ist - sein täglicher Schulweg führte durch das Klostergelände - forderte in seiner Predigt unsere jungen Mitbrüder auf, wie Br Florian treu in allen Pflichten zu sein; sei es bei der Arbeit (genau und zuverlässig), sei es beim Gebet oder als Mitglied der Gemeinschaft. Der Erzbischof sprach dann auch die Befürchtung aus, dass nun mit dem Verlust von Br Florian und dem Älterwerden der wenigen noch aktiven Brüder aus Europa das Ende einer Epoche beginnt. „Wir brauchen Brüder wie Br Florian, die durch ihr Leben und Beispiel den Glauben verkünden". Bei solchen Sätzen des Erzbischofs an die Jungen unter uns gewandt, war es ganz still in der Kirche.
- Nach der Hl Messe sprach dann noch unser Ortsbischof Pius seinen persönlichen Dank aus, den er Br Florian schuldet, für all das, was Br Florian für die Diözese geleistet hat. Auch ein Gruß unseres Provinzials, Fr Bheki Shabalala, der gerade in Rom ist, wurde verlesen. Fr Bheki wies auch darauf hin, dass Br Florian sich mit Jung und Alt gut verstand und mit Humor andere ganz schön „aufziehen" konnte. So erinnerte er an eine Geschichte: abends im Brüderzimmer sagte Br Florian zu einem jungen Mitbruder: wie kannst du solche Socken tragen die Löcher haben. Fast eingeschnappt entgegnete der Angesprochene: Diese Socken sind ganz neu, die haben keine Löcher. Darauf Br Florian lachend: so, und wie bist du dann in die Socken reingekommen?... Durch die ganze Kirche ging ein Lachen.
Unsere jungen Brüder trugen den Sarg dann aus der Kirche zum Leichenwagen. Wir begleiteten Br Florian in einer Prozession zum Friedhof. Bischof Pius sprach die Gebete am Grab. Im Beisein der Trauergemeinde, die angemessene Lieder in der Zulusprache singt, wird das Grab zu-geschaufelt. Ein Priester steckt das Kreuz auf den Grabhügel, spricht ein abschließendes Gebet und segnet alle Anwesenden. Alle waren dann im Kloster eingeladen zu einer kleinen Stärkung. Es gab Reis, Gulasch und Salat. Zwischen 300 und 400 Mitbrüder, Freunde und Bekannte von Br Florian waren zu dieser Feier gekommen – Feier deswegen, so der Erzbischof, weil wir Br Florians Leben feiern, der durch alle Mühsal des Lebens hindurch auf seinem Weg zum ewigen Ziel treu war.
Möge unser Herrgott Br Florian reichlich lohnen für alles was er in unserer Gemeinschaft für IHN getan hat.

­